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Nach der diagnose

Wie behandelt man
die Herzinsuffizienz im Alltag
und wie können Freunde
und Angehörige Sie unterstützen.

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine Herzinsuffizienz festgestellt hat, wird er mit Ihnen besprechen, wie Ihre Herzinsuffizienz behandelt werden kann. Das kann Behandlungen, aber auch Änderungen bei Ihren Lebensgewohnheiten und auch unterstützende Angebote umfassen, deren Ziel es ist, Ihre Symptome zu reduzieren.

Behandlungen der Herzinsuffizienz.

Derzeit werden bei der Behandlung einer Herzinsuffizienz viele verschiedene Arzneimittel eingesetzt. Hier wurden in jüngerer Zeit wichtige Fortschritte erzielt. Ihr Arzt wird Ihnen die richtigen Arzneimittel empfehlen und regelmäßige Untersuchungen durchführen, um Ihre Herzinsuffizienz zu beobachten. Dabei können Bluttests und Blutdruckmessungen zur Anwendung kommen. Möglicherweise wird er Sie bitten, Ihr Körpergewicht zu überwachen, da eine Veränderung des Körpergewichts der früheste Hinweis auf ein Problem beim Flüssigkeitsgleichgewicht ist. Zu viel Flüssigkeit im Blutstrom erschwert Ihrem Herzen die Arbeit.1

Es gibt mehrere verschiedene Arten von Arzneimitteln, mit denen eine Herzinsuffizienz behandelt werden kann. Diese wirken über unterschiedliche Mechanismen.1-4 Einzelheiten erhalten Sie unter „Weitere Informationen und Unterstützung“.

Denken Sie daran, Ihre Arzneimittel einzunehmen.

Möglicherweise hat Ihr Arzt Ihnen mehr als ein Arzneimittel gegen Herzinsuffizienz verordnet, und vielleicht müssen Sie die verschiedenen Arzneimittel zu unterschiedlichen Tageszeiten einnehmen. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Arzneimittel genau wie von Ihrem Arzt verordnet einnehmen. Das gilt auch für eventuelle Veränderungen der Dosis, die Ihr Arzt empfiehlt. Nur so können die Arzneimittel gut wirken, Ihre Erkrankung unter Kontrolle bringen und Ihnen dabei helfen, weiter die Dinge zu tun, die Ihnen Freude bereiten. Zu Beginn der Behandlung wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosierung der Arzneimittel, die Sie einnehmen, schrittweise anpassen. Das ist normal und wichtig, damit sich Ihr Körper an die neuen Arzneimittel gewöhnen kann. So kann die Behandlung Ihre beste Wirkung erzielen.

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Es kann eine gute Idee sein, wenn Sie Angehörige oder Freunde wissen lassen, was für Arzneimittel Sie wann einnehmen sollen. So können sie Sie bei der Gewöhnung zur Einnahme unterstützen.

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Oder Sie bauen die Einnahme Ihrer Arzneimittel in Ihren Tagesablauf oder Ihre gewohnheitsmäßigen Aktivitäten ein - zum Beispiel nach dem Zähneputzen oder vor dem Frühstück. Das wird Ihnen helfen, daran zu denken.

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Eine weitere Möglichkeit sind Erinnerungen über eine App oder die Weckerfunktion von Smartphones.

Dokumentieren Sie Symptome und eventuelle Änderungen.

 

Nachdem Ihr Arzt die Diagnose gestellt hat, wird er Sie bitten, auf die Entwicklung der Symptome Ihrer Herzinsuffizienz zu achten. Es kann Ihrem Arzt sehr helfen, wenn Sie und die Menschen in Ihrer Nähe darauf achten, ob sich Ihre Symptome oder Ihre Fähigkeit, Ihren Alltagsaufgaben nachzukommen, verändert. Mit der Zeit werden Sie sich an Ihre Symptome gewöhnen und dann vielleicht nicht merken, wenn diese nach und nach schlimmer werden. Eine Veränderung der Symptome ist ein Warnsignal Ihres Körpers und kann Hinweis auf ein Fortschreiten der Erkrankung sein. Wenn Sie eine der folgenden Veränderungen bei sich feststellen oder sich wegen Ihrer Symptome Sorgen machen, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren. Dann kann dieser falls erforderlich Ihre Arzneimittel anpassen.5,6,7

Vermehrte Gewichtszunahme

Vermehrte Gewichtszunahme

Zunehmende Kurzatmigkeit

Zunehmende Kurzatmigkeit

Vermehrte Schwellungen im Bereich der Unterschenkel und Knöchel (Flüssigkeitseinlagerung)

Vermehrte Schwellungen im Bereich der Unterschenkel und Knöchel (Flüssigkeitseinlagerung)

Neues oder sich verschlechterndes Schwindelgefühl

Neues oder sich

verschlechterndes

Schwindelgefühl

Verminderte Leistungsfähigkeit bei körperlicher Aktivität

Verminderte Leistungsfähigkeit

bei körperlicher Aktivität

Anhaltender Brustschmerz (Angina)

Anhaltender Brustschmerz (Angina)

Schneller Herzschlag (Palpitationen)

Schneller Herzschlag (Palpitationen)

Zunehmende Probleme mit dem Schlafen

Zunehmende Probleme mit dem Schlafen

Veränderungen der Lebensgewohnheiten

Neben der Einnahme der von Ihrem Arzt verordneten Arzneimittel gibt es ein paar Änderungen bei Lebensgewohnheiten, die Ihre Symptome bessern und einem Fortschreiten Ihrer Herzinsuffizienz vorbeugen können. - Damit Sie weiter die Dinge tun können, die Ihnen Freude bereiten.

Umstellung Ihrer Ernährung.

Eine gesunde Ernährung kann Symptome bessern und verhindern, dass sich Ihre Herzinsuffizienz verschlechtert. Fragen Sie Ihren Arzt, was die richtige Ernährung für Sie ist und was Sie meiden sollten. Möglicherweise wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, weniger Salz, Alkohol und Fett zu sich zu nehmen, oder auch abzunehmen, falls Sie Übergewicht haben.

Regelmäßige körperliche Aktivität.

Den meisten Menschen mit Herzinsuffizienz wird leichte körperliche Aktivität empfohlen. Das kann die Symptome bessern und Ihr Wohlbefinden steigern. Ihr Arzt kann Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie gesunde Bewegung sicher in Ihren Tagesablauf einbauen können.

Raucherentwöhnung.

Rauchen wirkt sich auf vielerlei Art negativ auf die gesunde Funktion des Herzens aus. Rauchen kann eine bereits bestehende Schädigung des Herzmuskels verstärken, so dass es für das Herz viel schwieriger wird, Blut durch den Körper zu pumpen. Wenn Sie rauchen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über Möglichkeiten sprechen, wie Sie mit dem Rauchen aufhören können. Es ist nie zu spät, von den positiven Effekten zu profitieren, die es mit sich bringt, wenn Sie das Rauchen aufgeben.

Soziale und seelische Unterstützung.

Das Leben mit einer Herzinsuffizienz kann Sorgen bereiten und ein Gefühl von Unsicherheit und Angst mit sich bringen. Da ist es gut zu wissen, dass es Dinge gibt, die dabei helfen, zu entspannen und ein Gefühl der Kontrolle über die Erkrankung wieder zu erlangen. Freunde und Angehörige können Sie nicht nur darin unterstützen, Ihre Behandlung einzuhalten und Ihre Lebensgewohnheiten zu ändern, sondern Ihnen darüber hinaus auch helfen, mit Ihrer Erkrankung zurecht zu kommen. Soziale Beziehungen vermindern Stress und Angst und es kann sehr guttun, mit nahe stehenden Menschen über die eigenen Gefühle zu sprechen.

 

Wenn Sie glauben, dass Ihnen das helfen könnte: Fragen Sie Ihren Arzt nach Selbsthilfegruppen oder Patientenorganisationen in Ihrer Region, über die Sie Kontakt zu anderen Menschen mit Herzinsuffizienz aufnehmen können. Zu wissen, dass Sie nicht alleine sind, sondern dass auch andere Menschen ähnliche Dinge durchleben, kann helfen.

Referenzen:

 

1 Ponikowski P, et al. 2016 ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure. European Journal of Heart Failure. 2016;37: 2129-2200.

 

2 Yancy CW, Januzzi JL, Allen LA,  et al; for the  American College of Cardiology Task Force on Expert Consensus Decision Pathways Writing Committee. 2017 ACC expert consensus decision pathway for optimization of heart failure treatment: answers to 10 pivotal issues about heart failure with reduced ejection fraction: a report of the American College of Cardiology Task Force on Expert Consensus Decision Pathways. J Am Coll Cardiol. 2018;71(2): 201-230.

 

3 Gheorghiade M, Marti CN, Sabbah HN, et al. Soluble guanylate cyclase: a potential therapeutic target for heart failure. Heart Fail Rev. 2013;18(2):123-134.

 

4 Heart Failure Matters. Sinus Node Inhibitors. 

https://www.heartfailurematters.org/en_GB/

What-can-your-doctor-do/Sinus-node-inhibitors. Accessed November 2020.

 

5 National Health Service, NHS. Heart Failure. https://www.nhs.uk/conditions/heart-failure/. Accessed October 2020.

 

6 AHA. Rise Above Heart Failure. https://www.heart.org/-/media/files/

health-topics/heart-failure/hf-symptom-tracker.pdf?la=en. Accessed November 2020.

 

7 AHA. Classes of Heart Failure.https://www.heart.org/en/health-topics/heart-failure/what-is-heart-failure/classes-of-heart-failure. Accessed November 2020.

 

 

PP-VER-CH-0036-1_02.2022